Etappe 1 – Reise zum Polarkreis: Von Kiel über Oslo nach Trondheim

Das Abenteuer Reise zum Polarkreis startet. In der ersten Etappe geht es von Süddeutschland mit dem Auto nach Kiel, mit der Colorline-Fähre nach Oslo und dem Bus bis nach Trondheim. Bis Tromsø, dem nördlichsten Punkt der Reise, wird es noch einige Tage und vor allem zig Kilometer dauern.

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Reisebeginn in Deutschland

Der einfachste Weg, die gut 2200 Kilometer Strecke (Luftlinie) zu überwinden, wäre wohl das Flugzeug. Aber das ist weder umweltfreundlich, noch erlebt man dabei wirklich etwas. Also haben wir für unsere Reise den Weg mit Bus, Zug und Fähre gewählt – und kleine Strecken mit dem Auto.

Start ins Abenteuer war kurz vor Mitternacht am 3. Juni 2026. Mit dem Auto und einigem Gepäck ging es über Nacht nach Kiel. Ankunft: viel zu früh am Morgen. Da die Color Magic, die größte Autofähre der Welt, aber erst um 14 Uhr ablegt, blieb noch genug Zeit für Frühstück und einen kurzen Abstecher an die Ostsee nach Laboe.

Der Check-in für die Fähre ging zwar schnell und unkompliziert, bis zum Start des Boardings verging dennoch noch einige Zeit. Gegen 13 Uhr stand das Auto auf der Fähre. Eine perfekte Gelegenheit für einen Mittagsschlaf, wenn schon nachts dafür keine Zeit war.

Überfahrt nach Norwegen

In 20 Stunden setzte die Fähre von Kiel nach Oslo über und Norwegen begrüßte uns standesgemäß mit Regen. Für uns sollte das aber nicht das Ende der ersten Etappe sein. Wettertechnisch ging es außerdem aufwärts. Während unsere Reisebegleiter in ihrem AirBnB eincheckten und sich mit dem Auto auf ihre weitere Norwegen-Reise machten, ging es für uns zur Oslo Sentralstasjon.

Da aktuell keine Züge in Richtung Trondheim fahren, nahmen wir den Bus. Knapp achteinhalb Stunden lagen vor uns – was sich bei der Landschaft aber als absoluter Glücksfall herausstellte. Genug Zeit also, um zu lesen, etwas zu Essen und aus dem Fenster zu schauen. Von Oslo ging es an Lillehammer vorbei in Richtung Dombås. Bei einer kleinen Pause konnten wir uns dort nicht nur die Füße vertreten, sondern auch ein paar erste Schnappschüsse der wundervollen Gegend machen. Von dort schlängelte sich der Bus dann weiter über eine Hochebene, dem Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark nach Opdal. Im Nationalpark können bei einer Safari unter anderem Moschusochsen beobachtet werden, was auf der Bucket-List für spätere Norwegen-Besuche steht.

Um kurz nach Mitternacht erreichten wir dann unser Tagesziel Trondheim. Da aktuell im Norden Europas die Sonne nicht untergeht, konnten wir noch einen Abendspaziergang zu unserer Unterkunft anschließen. 

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Ein Tag in Trondheim

Bevor mit der anstehenden Schiffsreise mit Havila Kystruten nach Tromsø das nächste Highlight auf uns wartet, hatten wir noch einen Tag Zeit, um Trondheim zu erkunden – und das glücklicherweise bei bestem Wetter.

Neben einem Spaziergang an der Hafenpromenade entlang besuchten wir den alten Stadtteil Bakklandet mit seinen bunten Holzhäusern, die bekannte Brücke Gamle Bybro sowie den Nidarosdomen. Aber auch die Innenstadt der drittgrößten Stadt Norwegens (circa 216.000 Einwohner*innen, Stand 2025, Quelle: Statista) ist wirklich schön und lohnt einen Besuch. Vor allem die alten und bunten Holzhäuser haben einen besonderen Charme.

Foodtipps für Trondheim

Wer gemütliche Cafés liebt, wird in Trondheim bestimmt fündig. An Locations, egal ob für Kaffee, Zimtschnecken oder anderem Essen, mangelt es nicht.

Unsere Empfehlungen (unbezahlte Werbung):

  • Café „Snurr Sommergården“ (Kongens gate 14B, 7013 Trondheim): Direkt am Marktplatz von Trondheim gelegen hatten wir hier eine super leckere Kanelsnurr.
  • Restaurant „Grano Midtbyen“ (Søndre gate 25, 7010 Trondheim): In Bahnhofsnähe gelegen gibt es hier wirklich leckere Pizza.

In Trondheim kann man gut und gerne mehrere Tage verbringen und dann auch die Umgebung erkunden. Hier bietet sich ein Besuch der Insel Munkholmen und eine Fahrt über den Trondheimfjord an. Für uns ging es am nächsten Vormittag aber bereits weiter zum Trondheim kystrutekai. Dort legen neben Havila Kystruten auch die Schiffe von Hurtigruten in Richtung Nordkapp sowie nach Bergen ab.

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