Etappe 2 – Reise zum Polarkreis: Mit dem Küstenschiff nach Tromsø

Auf der zweiten Etappe unserer Reise zum Polarkreis durch den Norden Norwegens war es so weit – wir überquerten den Polarkreis. Mit dem Küstenschiff Havila Polaris ging es von Trondheim bis nach Tromsø.

Mit der Havila Polaris über den Polarkreis

Zum Start der zweiten Etappe wuchteten wir unser Gepäck in einen Uber und fuhren zum Trondheimer Hurtigruten-Kai. Dort wartete bereits die Havila Polaris, eines von vier Küstenschiffen der Reederei Havila Kystruten. Unser Ziel war Tromsø, die Hauptstadt der Arktis.

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Bis dort lag eine zweitägige Reise mit dem Postschiff durch unglaubliche Landschaften vor uns. Auf dem Weg überquerten wir am zweiten Tag auf dem Schiff unter anderem den Polarkreis. Auf einer kleinen Insel (Koordinaten: 66.53901858729769, 13.020163513235183), gut auf der halben Strecke zwischen Brønnøysund und Bodø, markiert ganz unscheinbar eine Weltkugel eben diesen. Auf dem Postschiff wurde am Vorabend außerdem gerätselt, wann die Überquerung exakt stattfindet. Wir lagen mit unserer Schätzung gut eine viertel Stunde daneben.

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Am Nachmittag legte die Havila Polaris für zwei Stunden in Bodø an. Genug Zeit, um einen kurzen Spaziergang durch die Stadt zu unternehmen, bevor es bis zum Abend auf die Lofoten weiterging. Neben einer Begegnung mit einem der Schwesterschiffe der Polaris, das mit norwegischen Fahnen zelebriert wurde, war auch hier kurz Zeit von Bord zu gehen und durch Svolvær zu laufen.

Passage durch den Raftsund und Trollfjord

Das Highlight folgte aber später am Abend: die Passage durch den Raftsund samt Abstecher in den bekannten Trollfjord. Der Raftsund verbindet die Inselgruppe der Lofoten mit den Vesterålen, der Trollfjord ist dabei ein etwa zwei Kilometer langer Seitenarm des Raftsunds und trennt die beiden Regionen voneinander.

Dank der Mitternachtssonne (norwegisch: Mitnatsol) war das Spektakel auch mitten in der Nacht ein wahres Erlebnis in dem engen Fjord mit den hohen Felswänden an beiden Seiten. Mit Glück bekommt man dort auch Seeadler zu sehen.

Während es für uns dann langsam in die Kabine und ins Bett ging, fuhr die Havila Polaris bei konstant brummenden Motoren weiter in Richtung der Vesterålen, wo der nächste Stopp in Stokmarknes anstand. Wie früher, als die Postschiffe noch das einzige Fortbewegungsmittel entlang der Küste Norwegens war, halten auch jetzt die Schiffe der beiden Reedereien Havila Kystruten und Hurtigruten auf ihrem Weg zwischen Bergen im Süden und Kirkenes im Norden an vielen unterschiedlich großen Häfen. Mal länger mit der Möglichkeit eines Landgangs, und mal kürzer oder eben mitten in der Nacht.

Tromsø: Die Hauptstadt der Arktis

Nach dem Aufwachen und einem leckeren Frühstück an Bord näherten wir uns langsam aber sicher unserem nördlichsten Punkt der Reise, Tromsø. Die Stadt mit circa 80.000 Einwohnern gilt auch als die Hauptstadt der Arktis und ist die größte Stadt Nordnorwegens. Sie liegt auf dem 69. nördlichen Breitengrad.

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Wir hatten eineinhalb Tage Zeit, um die Stadt zu erkunden. Von der bekannten Eismeerkathedrale, über die schöne Innenstadt bis zu einem Ausflug in die Natur samt Rentiersichtung sowie einem Spaziergang entlang des Prestvannet stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan. Natürlich durfte ein Besuch im nördlichsten McDonalds der Welt (unbezahlte Werbung) nicht fehlen.

Foodtipps für Tromsø

Nach zwei Tagen auf dem Postschiff, auf dem es extrem leckeres, aber auch viel Essen gab, haben wir uns in Tromsø neben einem Cheeseburger beim Fastfood-Riesen eher Kleinigkeiten gegönnt. Dennoch waren diese wirklich gut und empfehlenswert.

Unsere Empfehlungen (unbezahlte Werbung):

  • Café „Svermeri Kafé og Redesign“ (Skippergata 2, 9008 Tromsø): Kleines gemütliches Café mit gutem Kaffee, leckeren Sandwiches und vegetarischen Optionen.
  • Restaurant „Burgr“ (Skippergata 6A, 9008 Tromsø): Nur ein paar Häuser weiter gibt es einen kleinen Burgerladen. Wirklich lecker und gut für ein schnelles Abendessen.

Wir hatten Glück, denn unser Tromsø-Besuch war von Sonne geprägt. Wir haben leider keinen Museumstipp, da wir unsere Zeit bei strahlendem Sonnenschein draußen verbracht haben. Für den Fall, dass es regnet, gibt es aber von Museen bis zu Saunen auch einige Indoor-Aktivitäten.

Um 23.30 Uhr am Tag nach unserer Ankunft wurde die Havila Castor, eines der Schwesterschiffe der Havila Polaris, mit der wir nach Tromsø gekommen waren, am Terminal vertäut. Für uns begann damit zwar die Rückreise, aber auf der sollen noch einige Highlights warten.

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