Etappe 4 – Reise zum Polarkreis: Von den Lofoten zurück nach Oslo
Die vierte und damit letzte Etappe unserer Reise zum Polarkreis sollte mit einer Hurtigruten-Passage sowie einem Zwischenstopp in Norwegens Hauptstadt Oslo nochmal zwei Highlights auf dem Rückweg mit sich bringen. Ziel und Ende der gesamten Reise ist Süddeutschland.
Mit der MS Kong Harald von Hurtigruten gen Süden
Der lange Weg gen Süden begann für uns in Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten. Zwischenziel auf der Rückreise sollte ebenfalls eine Hauptstadt sein – und zwar die norwegische. Auf einem großen Teil der Strecke beförderte und begleitete uns die „MS Kong Harald“, eines der Schiffe von Hurtigruten.
Mit ihrem charakteristischem, schwarzen Rumpf, dem roten Band darüber sowie den weißen Decksaufbauten lief die Kong Harald gegen 18.30 Uhr in den Hafen von Svolvær ein. Von dort aus ging es von den Lofoten übers offene Meer an die Küste des Festlands, genauer gesagt nach Bodø, und weiter entlang der Küstenlinie Richtung Süden. Wir überquerten ein zweites Mal den Polarkreis, diesmal aber in südlicher Richtung.
Auf unserer gut eineinhalbtägigen Seereise hatten wir die Gelegenheit, die Stadt Brønnøysund zu erkunden. Am Hafen findet man dort ein Schild mit der Aufschrift „Kystbyen midt i Norge“, also „Die Küstenstadt mitten in Norwegen“. Von Brønnøysund aus sind es nämlich 840 Kilometer bis zum Nordkapp, dem nördlichsten Punkt Norwegens, und 840 Kilometer bis zum südlichsten Punkt des Landes, Lindesnes.
Hei, Oslo: Mit der Dovrebahn in Norwegens Hauptstadt
Am nächsten Morgen legte die Kong Harald um 6.30 Uhr am Pier in Trondheim an, wo unsere Reise in den hohen Norden gut zwei Wochen zuvor so richtig los ging. Da unser Zug, die Dovrebahn von SJ Norge, aber erst um kurz nach 8 Uhr abfuhr, hatten wir noch etwas Zeit an Bord, uns fertig zu machen.
Die Zugfahrt von Trondheim nach Oslo ist spektakulär. Von der Hafenstadt Trondheim schlängelt sich der Zug auf die Hochebenen und durchquert den Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark und fährt später, wenn es wieder Richtung runter gen Meereshöhe geht, entlang von Seen. Nach gut sieben Stunden erreichten wir Oslo.
Oslo: Die moderne Hauptstadt Norwegens
Unser Hotel lag nahe am königlichen Schloss und der bekannten Einkaufsstraße „Karl Johans Gate“. Von dort aus konnten wir nicht nur die Altstadt von Oslo erkunden, sondern auch alles andere gut erreichen.
Wir nutzten den restlichen Tag für einen Abstecher ins Szeneviertel Grünnerløkka für einen Café samt Schokoladengebäck, einen Spaziergang entlang der Akerselva sowie einen Besuch der „Mathallen“. Später ging es wieder ans Wasser zum Oslofjord. Entlang der Hafenkante und vorbei an Akershus Festning, dem Rathaus sowie dem Nobel-Friedenszentrum spazierten wir nach Akker Brygge und Tjuvholmen, dem modernen Part Oslos. Dort verbrachten wir den Abend.
Bevor es am nächsten Tag zur Fähre ging, schlenderten wir noch einmal durch die Einkaufsstraße zum Opernhaus und dem Munch-Museum. Bei den bekannten Barcode-Buildings, Hochhäusern in der nähe des Hauptbahnhofes, die aussehen, wie ein Barcode, fanden wir eine gute Bäckerei, zum Frühstücken.
Foodtipps für Oslo
Oslo ist vielfältig: Was hier für die Menschen und die Architektur gilt, gilt in Norwegens Hauptstadt absolut auch fürs Essensangebot. Wer Hunger hat, wird bestimmt fündig.
Unsere Empfehlung (unbezahlte Werbung):
- Café „Lille Oslo Kaffebrenneri“ (Markveien 58, Oslo): Kleines, hippes Café mit sehr leckerem Gebäck.
- „Mathallen“ (Vulkan 5, Oslo): Markthalle mit verschiedenen Cafés, Restaurants und Ständen.
- Bäckerei „Åpent Bakeri Barcode“: Café und Bäckerei mit tollem Frühstücksangebot.
Nach dem Frühstück sammelten wir unsere Koffer im Hotel ein und machten uns langsam auf den Weg zum Color-Line-Terminal. Um 14 Uhr startete die Fähre „Color Fantasy“ mit uns an Bord zur Reise durch den Oslofjord und die Ostsee Richtung Kiel.
Die 20-stündige Fährreise rundete das Abenteuer „Reise zum Polarkreis“ perfekt ab. Nach einer anschließenden Zugfahrt quer durch Deutschland erreichten wir unser Ziel in Bayern bei fast 40 Grad Außentemperatur (definitiv zu warm) – und dem Wunsch, direkt zurück nach Norwegen zu fahren. Nach 2,5 Wochen endete nicht nur ein Urlaub, sondern eine besondere Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Wir hoffen, dass euch die Reiseberichte gefallen haben. Wenn ihr Fragen habt, schreibt diese gerne unten in die Kommentare. Vielen Dank fürs Dabeisein.
